Papst Leo in Metz


Zum Abschluss seiner Frankreich Reise hat Papst Leo XIV. am 28. September im Metzer Stephansdom eine Messe für Gerechtigkeit und Frieden gefeiert. Als er im offenen Papamobil zur Kathedrale fuhr, jubelten ihm 35.000 Menschen an den Straßenrändern zu. Zuvor hatte er im Kongresszentrum „Robert Schuman“ an einer Interreligiösen Begegnung teilgenommen und anschließend vor europäischen Politkern eine Rede unter dem Motto „An den Wurzeln Europas für Frieden und Einheit“ gehalten. Dabei erinnerte er auch an den in Luxemburg geborenen späteren französischen Außenminister Robert Schuman, der in der Nähe von Metz lebte und gemeinsam mit Konrad Adenauer als einer der „Väter Europas“ gilt.
Gemeinsam mit über 200 Jugendlichen aus dem Bistum Trier konnte ich an diesem in Metz teilnehmen. Die Gemeinschaft im Glauben zu erfahren, die über alle Grenzen von Alter, Sprachen und Nationen hinweggeht, ist bestärkend. Und es erfüllt mich mit Dankbarkeit, dabei gewesen zu sein.
Die vielleicht bewegensten Worte während seines Besuchs in Metz richtete der Papst gerade an die Jugendlichen, Worte, die uns aber alle ermutigen sollen: „Ich denke vor allem an die jungen Menschen, die dazu berufen sind, das Europa von heute und morgen zu gestalten. Wie Schuman bereits feststellte: »Möge diese Idee eines versöhnten, geeinten und starken Europas fortan das Leitmotiv für die jungen Generationen sein, die einer Menschheit dienen wollen, die endlich von Hass und Angst befreit ist und die nach allzu langen Konflikten die christliche Brüderlichkeit wiederentdeckt.«
Den jungen Menschen möchte ich sagen: Habt den Mut, die Mission des Friedenstiftens verantwortungsbewusst zu erfüllen, in eurem Herzen, in euren Beziehungen, in eurer Familie, in den Schulen und Universitäten, im Leben eurer Städte, eurer Länder und ganz Europas. Unterwerft euch nicht der Logik der Gewalt und der Unterdrückung. Liebt das Leben in jedem Augenblick und habt keine Angst vor der Zukunft! Habt keine Angst davor, eine Familie zu gründen, Kinder zur Welt zu bringen und die Würde jedes Menschen zu verteidigen – vom ersten Augenblick im Mutterleib bis zu seinem letzten Atemzug. Habt keine Angst, euch unermüdlich für das Wohl eurer Gemeinschaften einzusetzen, auch durch politisches Engagement. Stiftet Gemeinschaft! Und mit euch wird Europa, fest verwurzelt, weiter gedeihen und die ganze Welt inspirieren. Möge Gott euch bei diesen Entscheidungen beistehen und möge er ganz Europa segnen und beschützen!“